Ausbau des Wissenstransfers

Bayreuth. (ubt) Oberfrankenstiftung, Rainer Markgraf Stiftung und Universität Bayreuth treiben den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Region weiter voran: Das Projekt „Ausbau des Wissenstransfers der Universität Bayreuth – Identifizierung möglicher Transferinhalte und -partner in Wissenschaft und Wirtschaft sowie Anbahnung und Begleitung von Kooperationsprojekten“ startet in diesen Tagen.

Transferangebote der Universität Bayreuth finden immer mehr Anklang bei den Unternehmen und Organisationen in der Region: So haben Unternehmen die Möglichkeit während der Ideation Week innovative Lösungsvorschläge zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen, aus neuen Perspektiven, zu erlangen. Die Erarbeitung und Implementierung einer umsetzbaren und effizienten Lösung zu einer konkreten Fragestellung eines mittelständischen Unternehmens der Region Bayreuth/Oberfranken ist das Ziel der Bayreuther Hospitation. Ziel des neuen Projekts, das Universität, Oberfranken- und Rainer Markgraf Stiftung finanzieren, ist es, solche bestehenden Transferformate auszubauen und durch neue zu ergänzen. Wichtig ist dazu der enge Kontakt zur Wirtschaft, zu den Wirtschaftskammern und -verbänden Oberfrankens, um möglichst passgenaue Angebote zu entwickeln und vorzuhalten. Das ist Aufgabe der neu geschaffenen Projektstelle, die mit Yannik Strupp, einem ehemaligen Studenten der Uni Bayreuth besetzt wurde. Er will erreichen, dass Wissenschaft und Wirtschaft nicht nebeneinander her existieren, sondern kooperieren und voneinander profitieren.

„Der Ausbau des Transfers zwischen der Universität und den regional ansässigen Unternehmen ist aus meiner Sicht von zentraler Bedeutung, da bereits heute die Nachfrage nach Kooperationen weitaus höher ist, als die zur Verfügung stehenden Kapazitäten und Angebote abbilden“, sagt Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth. Diese Bedeutung wird auch von den Förderern gesehen. „Unternehmen werden sich in Zukunft noch stärker auf Innovationen konzentrieren müssen. Hier kann die Universität Bayreuth sehr unterstützen“, sagt Stefan Seewald, Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung. Florian Prosch, geschäftsführender Vorstand der Rainer Markgraf Stiftung betont: „Oberfranken hat innovative Unternehmen und eine gut aufgestellte Wissenschafts- und Forschungslandschaft. Diese müssen wir durch Kooperationen konsequent sichern und nutzen!“

Hintergrund des Projekts ist die sogenannte Third Mission der Universität Bayreuth: Neben Forschung und Lehre ist der Wissenstransfer die „dritte Mission“ einer Universität. Das heißt, Wissen um Technologien, neueste Methoden oder modernste Prozesse, die an einer Universität entwickelt werden, sollen aus der Uni heraus in die Unternehmen, Organisationen oder Einrichtungen getragen werden, die sonst keinen Zugang zu solchen Innovationen hätten.

Beim Kick off zum Transferprojekt: Prof. Dr. Leible, Dr. Petra Beermann, Iris Hetz, Stefan Seewald, Florian Prosch, Yannick Strupp
(Foto: Universität Bayreuth)