Villa Markgraf öffnet ihre Türen
Am 14. September findet der bundesweite Tag des offenen Denkmals® statt. Die Villa Markgraf in der Lisztstraße 16 (Bayreuth) beteiligt sich am Programm. In diesem Jahr feiert die Villa Markgraf ihr 125-jähriges Jubiläum. Deshalb sind die Türen von 11 bis 17 Uhr für Interessierte geöffnet. Bei einem Rundgang erhalten die Gäste Einblicke in die Geschichte des Hauses sowie Informationen zur Unternehmerfamilie Markgraf und der Rainer Markgraf Stiftung. Die Stiftung ist Eigentümerin des Gebäudes und nutzt es seit 2024 zusammen mit der Oberfrankenstiftung als Verwaltungssitz. Neben dem Gewölbe im Untergeschoss sind auch die Geschäftsräume der beiden Stiftungen geöffnet.
TAG DES OFFENEN DENKMALS®
125 Jahre Villa Markgraf
SO | 14.09.2025 | 11:00 UHR BIS 17:00 Uhr
VILLA MARKGRAF | LISZTSTR. 16 | BAYREUTH
Im Gewölbekeller des Hauses wird Kaffee und Kuchen angeboten. Der Spendenerlös aus dem Verkauf kommt dem Kinderschutzbund Bayreuth e.V. zugute.
Die Villa Markgraf
Errichtet wurde die Villa Markgraf im Jahr 1900 von Rudolph Bayerlein. Er beauftragte Carl Wölfel und Friedrich Popp mit der Planung und Ausführung zur Erbauung einer neuen Villa. Rudolph Bayerlein war Buchhändler und entstammte der Spinnereifamilie Bayerlein.
1981 erwarb der Bauunternehmer Dr. Gerhard Markgraf das Gebäude. Seit 2022 ist die Rainer Markgraf Stiftung Eigentümerin. In den letzten Jahren wurde eine umfangreiche Sanierung durchgeführt.
Das imposante Gebäude weist zur Lisztstraße hin typische Merkmale der Neo-Renaissance auf. Der mächtige Giebel aus Ziegelsteinen mit seiner Sandsteingliederung ist unverkennbar. Ganz anders zeigt sich das Haus zur Hofseite: Neben einer klassischen Fassade mit Fensterläden und einem fast romantisch anmutenden Fachwerkgiebel schwingt sich ein neobarocker Turmhelm in die Höhe. Golden glänzt die Turmkugel mit der Wetterfahne – golden glänzen auch Zeiger und Ziffern der Turmuhr. Der Turm wurde nach Originalplänen von 1900 rekonstruiert. Rekonstruiert wurde auch an der anderen Seite der Hof-Fassade ein Erker. Er ist neugotisch gestaltet und wächst über Rippenbögen aus der Fassade heraus. Die Originalpläne wurden im Zuge der Sanierungsarbeiten im Archiv der Stadt Bayreuth gefunden. Ein dominanter Balkonanbau leitet dann über zur Gartenseite: Hier zeigt die Fassade wieder Ziegelsteine über einem massiven Sandsteinsockel. Auch hier wurden die Fensterläden nach den Originalplänen wieder angebracht.