Stiftung fördert Bufdis
Ein Bericht von Stefan Schreibelmayer, Nordbayerischer Kurier
Bayreuth. Das Fablab in Bayreuth weitet seine Öffnungszeiten deutlich aus und hat künftig außer am Sonntag täglich geöffnet. Möglich macht das die Einrichtung von zwei Stellen für Bundesfreiwilligendienstler, die von der Rainer-Markgraf-Stiftung großzügig gefördert werden.
Die Idee kam ursprünglich von Konrad Holzheu, einem jungen Mann, der schon lange beim Fablab dabei ist. Er ist jetzt auch einer der beiden Bufdis und will sich so zwischen Abitur und geplantem Maschinenbaustudium noch mal besonders für die offene Hightech-Werkstatt auf dem Gelände der Firma Schlaeger engagieren, erzählt Yomettin Soybaba.
„Ohne die Rainer-Markgraf-Stiftung wäre das wohl nicht finanzierbar“, sagt der Vorsitzende des Fablab-Fördervereins. 6800 Euro pro Jahr macht die Stiftung locker, bestätigt deren geschäftsführender Vorstand Florian Prosch auf Kurier-Nachfrage. Insgesamt kommen so gut 20 000 Euro zusammen, denn die Förderung ist auf drei Jahre ausgelegt. Für Soybaba ein Grund zur Freude, denn eigentlich hatten er und seine Vorstandskollegen zunächst auf eine einjährige Förderung gehofft. „Wir haben uns dann aber entschieden, dieses Projekt ordentlich und nachhaltig zu unterstützen“, sagt Prosch.
Er spricht von einer „tollen Einrichtung“, die die Stiftung nicht umsonst 2018 mit dem Rainer-Markgraf-Preis ausgezeichnet und ihr auch schon mal mit einem Mietkostenzuschuss geholfen habe. „Die Option, dass junge Menschen dort mit Hightech-Geräten experimentieren und kreativ sein können, finden wir absolut unterstützungswürdig.“
Dank der beiden Bufdis öffnet das Fablab ab Montag, 17. August, nun an allen Wochentagen von 13 bis 17 Uhr, am Mittwoch sogar von 13 bis 20 Uhr. Hinzu kommt am Samstag der gewohnte Zeitraum von 16 bis 20 Uhr. „Die Bufdis werden für Versorgung und Betreuung des Maschinenparks zuständig sein und bei allen anderen anfallenden Tätigkeiten assistieren und unterstützen“, sagt Soybaba. Auch sollen sie das Workshop-Konzept weiterentwickeln.
Die Workshops vor allem für Schulklassen sollen nämlich möglichst trotz Corona weitergeführt werden. „Wir werden jedenfalls auf die Schulen zugehen“, sagt Soybaba, schränkt aber ein: „Natürlich muss man die Entwicklung abwarten und schauen, was die Politik entscheidet.“ Jedenfalls wäre es jetzt möglich, Schulklassen zum Beispiel zu teilen, um die nötigen Abstände zu gewährleisten. Und auch im normalen Fablab-Betrieb trügen die deutlich erweiterten Öffnungszeiten zu einer Entzerrung bei, die es erleichtern werde, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.
Ein Beitrag zu den erweiterten Öffnungszeiten ist auch bei TVO erschienen: