Erste Etappe ist erreicht

Anlässlich des 66. Geburtstages von Rainer W. Markgraf hat die Stiftung zum Richtfest der Villa Markgraf eingeladen. Seit Februar 2022 wird die Immobilie aus dem Jahr 1900 umfangreich saniert. Das Haus wurde von Rudolph Bayerlein als privates Wohnhaus gebaut. Später geht es in den Besitz der Familie Markgraf über. Gerhard Markgraf saniert es in den 1990er Jahren um es mit seiner Frau Jutta als Wohnhaus zu nutzen. Zusammen mit ihrem Sohn Rainer haben sie die Idee entwickelt, dass nach ihrem Tod das Gebäude als Verwaltungssitz der Familienstiftung genutzt wird. Diesen Wunsch setzt die Rainer Markgraf Stiftung jetzt um.

Bereits seit 2017 ist Architekt Georg Zunner von der Stiftung mit der Sanierung beauftragt. Zunächst wurden verschiedene Varianten für unterschiedliche Nutzungskonzepte entwickelt. Am Ende einigten sich alle beteiligten auf ein Konzept, das jetzt umgesetzt wird: Das Erdgeschoss bezieht die Rainer Markgraf Stiftung. Im Obergeschoss wird künftig die Geschäftsstelle der Oberfrankenstiftung sein. Im Dachgeschoss entstehen zwei Wohneinheiten und ein Raum für die gemeinsame Nutzung beider Stiftungen. Auch im Kellergeschoss entsteht ein Veranstaltungsbereich, der von beiden Stiftungen genutzt werden kann.

Im Archivbestand der Stadt Bayreuth konnten im Zuge der Planungsphase die Originalpläne von 1900 gefunden werden. Die Planung sowie die Ausführung wurde von der Bayreuther Architekten und Baumeisterfamilie Wölfel vorgenommen. Auf den Originalplänen war ein neobarocker Turmhelm zu sehen, der zuletzt nicht mehr vorhanden war. Der Turmhelm wurde rekonstruiert. Am 14. November konnte jetzt die frisch vergoldete Turmkugel aufgesetzt werden. Grund genug, um zu einem Richtfest einzuladen.

Florian Prosch begrüßte im Namen der Rainer Markgraf Stiftung am 15. November einige geladene Gäste zum Richtfest. Er nutzte die Gelegenheit um dem Architekturbüro Zunner sowie allen beteiligten Firmen zu danken. Es folgte ein Grußwort des Fraktionsvorsitzenden Thomas Bauske für die Stadt Bayreuth. Er betonte die besondere Bedeutung der Villa für die Bayreuther Lisztstraße und wusste einiges neues aus dem Archiv der Stadt zu berichten. Besonders freute sich Stefan Seewald über den Fortschritt der Baumaßnahmen. Als Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung wird er zusammen mit seinem Team im Obergeschoss der Villa nach Fertigstellung die Büroräume beziehen. Er überbrachte auch die besten Grüße der Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz.

Dann kam es zum eigentlichen Anlass des Tages. Zimmerermeister Christian Prosch aus Illschwang in der Oberpfalz den Richtbuschen zum wiedererrichteten Turmhelm hoch und sprach in schwindelerregender Höhe bei strahlendem Sonnenschein den Richtspruch. Im Anschluss wurde zu einem etwas anderen Hebmahl in die Villa eingeladen.