CREAPOLIS digitalisiert 300 Jahre altes Kreuz
Bei Renovierungsarbeiten der Kirche „Unsere liebe Frau“ in Dormitz (Landkreis Forchheim) wurde im Glockenturm ein überraschender Fund gemacht: Eine Zeitkapsel mit einem rund 300 Jahre alten gematrischen Namen-Gottes-Kreuz. In Zusammenarbeit mit dem Team von CREAPOLIS Coburg wurde das Kreuz hochauflösend digitalisiert und rekonstruiert.
Im Turmknauf der Dormitzer Kirche „Unsere liebe Frau“ wurde bei Renovierungsarbeiten eine Zeitkapsel gefunden. Im Inneren befand sich neben historischen Münzen und Dokumenten ebenso ein kleines Holzkreuz. Wem genau das rund 300 Jahre alte Kreuz gehörte und wie es seinen Weg in den Turmknauf gefunden ist nicht bekannt. Außergewöhnlich sind die Inschriften: die hebräischen Zeichen und Zahlen können mittels des passenden Schlüssels in Buchstaben übersetzt werden.
Damit das Kreuz der Nachwelt dauerhaft erhalten bleibt, hat CREAPOLIS ein Projekt zur Digitalisierung und Reproduktion gestartet. Zunächst erfolgte am Institut für Prototypen- und Modelltechnik der Hochschule Coburg die Digitalisierung. Mittels eines hochauflösenden 3D-Scanners wurde das zerbrochene Kreuz virtuell nachgebildet. Die beiden Bruchstücke des Namen-Gottes-Kreuzes wurden dann digital wieder zusammengefügt. Im nächsten Schritt konnten nun auf Basis des entstandenen 3D-Modells weitergearbeitet werden. Durch die finanzielle Förderung der Rainer Markgraf Stiftung wurden Kopien des kleinen Holzkreuzes durch verschiedenen Techniken hergestellt. Ob per 3D-Scan, CNC-Fräse oder Lasercutter – die Ausstattung des CREAPOLIS-Teams macht es möglich. Eine Serie Kreuze konnte aus einigen der originalen Eichenbalken des Kirchendachstuhls gefertigt werden.
Zeitkapseln wie diese bieten einen kurzen Blick in die Vergangenheit, 3D-Scanner, Lasercutter und CNC-Fräsen bilden die Zukunft. Mit der Digitalisierung des 300 Jahre alten Holzkreuzes hat CREAPOLIS Coburg Vergangenheit und Zukunft miteinander verbunden.
Weitere Informationen zu CREAPOLIS Coburg finden Sie unter https://www.creapolis-coburg.de/.
Zur Pressemitteilung der Hochschule Coburg


